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Schmierstoff-Glossar

Schmierstoff-Glossar

Schmierstoff-Technik von A bis Z

Suchen Sie bitte unter den folgenden Anfangsbuchstaben der Stichworte.

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API-Klassifikation für KFZ-Getriebeöle (GearLubrikans)

  • GL 1 Unlegierte Getriebeöle für Zahnrad- und Schneckengetrieben sowie für schräg- und bohrverzahnte Achsantriebe unter leichten Betriebsbedingungen, Korrosions- und Oxidations-Inhibitoren können zugesetzt werden.
  • GL 2 Getriebeöle für Achsgetriebe mit Schneckentrieben die aufgrund der Anforderungen nicht mehr einwandfrei mit Getriebeölen gemäß GL 1 betrieben werden können.
  • GL 3 Mildlegierte (EP) Getriebeöle für Schalt- und Sondergetriebe sowie für Achsantriebe bei leichten und mittleren Betriebsbedingungen.
  • GL 4 Getriebeöle für hypoidverzahnte Achsantriebe bei normalen Betriebsbedingungen sowie für hochbelastete Schalt- und Sondergetriebe; entspricht in etwa der MIL-L 2105.
  • GL 5 Getriebeöle für hochbeanspruchte hypoidverzahnte Achsantriebe, teilweise auch für Schalt- und Sondergetriebe; entspricht in etwa der MIL-L 2105 B; GL 5 Getriebeöle in Mehrbereichs-Charakteristik entsprechen MIL-L 2105 C/D.
  • GL 6 Getriebeöle für sehr hochbeanspruchte hypoidverzahnte Achsantriebe (Achsversatz über 25% des Tellerraddurchmessers); inzwischen zurückgezogen. API GL 6 ist äquivalent der Ford M 2C-105 A.



Automatic Transmission Fluid (ATF)

ATF's sind Spezialschmierstoffe mit besonderen und hohen Anforderungen gemäß den Aggregate-Funktionen in automatischen Getrieben. Gefordert sind ein sehr gutes VT- und Tieftemperaturverhalten, Scherstabilität, hohe Oxidationsstabilität, Ausgezeichnetes Schaumverhalten und Luftabgabevermögen, definiertes Reibverhalten, EP-Eigenschaften, usw.

Zur Zeit verwendete Spezifikationen:

  • GM Automatic Transmission Fluid Type A, Suffix A (Spezifikation erloschen).
  • Automatic Transmission Fluid Dexron B (Spezifikation erloschen).
  • Automatic Transmission Fluid Dexron II D.
  • Ford Automatic Transmission Fluid M2C 33-138-CJ, M2C-9010-A (in der Reibwertcharakteristik entspricht das Ford M2C-9010-A etwa dem GM Dexron II D).
  • Automatic Transmission Fluid M2C-166-H ist die Nachfolge Spez. der M2C-9010-A für die Ford CTX-Getriebe und für die A 4 LD-Automatiken.
  • Automatic Transmission Fluid Mercon (bisher nur in den USA; für alle Ford-AT's).
  • DB Automatic Transmission Fluid's gemäß DB Betriebsstoff-Vorschriften Blatt Nr. 236.4, 236.6, 236.7.
  • Allison ATF C-3.




EP-Schmierstoffe

Extreme Pressure-Schmierstoffe; bei Schmierölen oder Schmierfetten, die EP-Wirkstoffe (polare oder metallaktive Zusätze bzw. Festschmierstoffe usw.) enthalten, um ein höheres Lastaufnahmevermögen zu ermöglichen, z.B. in Motorenölen, Getriebeölen, Hypoidgetriebeölen, Hydraulikölen, Schneidölen usw.

 

Extreme Pressure (EP) Hochdruckzusätze

Zinkdialkyl-Dithiophosphate, Trikresylphosphate, organische Phosphate, Chlor-, Schwefel- und Stickstoffverbindungen (chlorhaltige Hartparafine, Bleiseifen und Naphthenate) usw. Zur Erhöhung des Lastaufnahmevermögens und zur Herabsetzung des Verschleißes im Mischreibungsgebiet werden Getriebeölen, Motorenölen, Hydraulikölen, Metallbearbeitungsölen usw. EP-Additive zugesetzt. Die Wirkung beruht auf Bildung von Oberflächenschichten (Metallschichten), die im Mischreibungsgebiet möglichst das Verschweißen der Rauhigkeitsspitzen verhindern sollen und möglichst ein Gleiten der sich aufeinander bewegenden Matalloberflächen ohne Verschleiß erreichen soll. Gleichzeitig ist eine Reibungsverminderung erwünscht.



Getriebefette

Getriebefließfette, meist natronverseifte, langziehende weiche bis halbflüssige Fette (NLGI 0;00 und 000) für Getriebe und Getriebsmotoren mit einfachen Wellenabdichtungen; teilweise EP-legiert; Konsistenz-Einteilung für Schmierfette: DIN 51 818.

 

Getriebeschmieröle

Schmieröle für Industriegetriebe; DIN 51 509, 51 517 T1/T2/T3 (Schmieröle C, CL, CLP); für Kraftfahrzeug-Getriebe nach API GL 1 bis GL 6; SAE-Klassen: DIN 51 512.

 

Grundöle, Basisöle

wesentliche Anteile von Mineralölen in gemischten bzw. legierten Schmierölen wie Motoren-, Getriebeölen usw. oder in Produkten, die Schmierölanteile enthalten, z.B. Schmierfette.



Hydraulik-Flüssigkeiten

schwerentflammbare Druckflüssigkeiten zur hydraulischen Kraftübertragung und Steuerung: VDMA 24317, 24320 und gem. „Anforderungen und Prüfungen schwerentflammbarer Flüssigkeiten zur hydraulischen Kraftübertragung und Steuerung" der „Kommission der Europäischen Gemeinschaften", 6. Luxemburger Bericht (ständiger Ausschuß für Betriebssicherheit im Steinkohlebau): ISO/DIS 6071, ISO/DIS 6743 T 0.

Gruppeneinteilung: Schwerentflammbare Hydraulikflüssigkeiten sind einer der folgenden Flüssigkeitsgruppen zuzuordnen und entsprechend zu kennzeichnen:

  • HFAE Öl-in-Wasser-Emulsionen mit niedrigem Emulgierölgehalt (bis zu 20%). Die normalerweise verwendeten Flüssigkeiten enthalten 1 bis 5% bezogen auf das Volumen Emulgieröl. Betriebstemperaturbereich: 5 bis 55°C.
  • HFAS Lösungen von Flüssigkeitskonzentraten in Wasser, die für ähnliche Verwendungszwecke vorgesehen sind wie HFAE-Flüssigkeiten. Der Gehalt an Flüssigkeitskonzentrat liegt normalerweise nicht über 10% bezogen auf das Volumen. Betriebstemperaturbereich: 5 bis 55°C.
  • HFB Wasser-in-Öl-Emulsionen, die in der Regel einen Wassergehalt von etwa 40% bezogen auf das Volumen haben. Betriebstemperaturbereich: 5 bis 55°C.
  • HFC Wässrige Monomer- und/oder Polymerlösungen, die in der Regel mindestens 35% bezogen auf das Volumen Wasser enthalten. Bei den Polymeren handelt es sich normalerweise um Polyglykole. Betriebstemperaturbereich: -20 bis 60°C.
  • HFD Wasserfreie Flüssigkeiten. Betriebstemperaturbereich: -20 bis 150°C.

 

Die Zusammensetzung von Flüssigkeiten der Gruppe HFD ist in der Regel durch folgende Kennbuchstaben anzugeben:

  • HDFR** Flüssigkeiten auf der Grundlage von Phosphorsäureestern.
  • HFDS** Flüssigkeiten auf der Grundlage chlorierter Kohlenwasserstoffe.
  • HFDT** Flüssigkeiten auf der Grundlage eines Gemisches aus Phosphorsäureestern und chlorierter Kohlenwasserstoffe.
  • HFDU** Flüssigkeiten auf der Grundlage anderer Verbindungen.

Anmerkung: In der Praxis tritt an die Stelle des Zeichens ** die Viskositätszahl.

Für die Einteilung von Hydraulikflüssigkeiten nach Viskositätsklassen wird empfohlen, dem in der Internationalen Norm ISO 3448; DIN 51 519 festgehaltenen System folgend, deren kinematische Viskosität bei 40°C zugrunde zu legen

Kennzeichnung der Behälter:

Um zu gewährleisten, daß sich die den Bergbaubetrieben gelieferten schwerentflammbaren Flüssigkeiten gut identifizieren lassen sind deren Behälter deutlich und gut lesbar in einer anderen Farbe als weiß (z.B. gelb oder schwarz) zu beschriften:

  • mit dem Namen des Herstellers.
  • mit dem Namen der Flüssigkeit.
  • mit der Chargennummer der Flüssigkeit.
  • mit dem Datum, bis zu dem die Flüssigkeit verbraucht sein sollte.
  • Angaben des Herstellers über etwaige Beschränkungen hinsichtlich Lagerung und Verwendung der Flüssigkeit.

 

Darüber hinaus sind in der Regel entweder beide Behälterböden oder mindestens ein 200mm breiter Querstreifen nach dem aus der untenstehenden Tabelle zu entnehmenden Farbschlüssel farblich zu kennzeichen:

 

Hydrauliköle

alterungsbeständige, dünnflüssige, nichtschäumende, hochraffinierte Druckflüssigkeiten aus Mineralöl mit tiefen Stockpunkt für den Einsatz in Hydraulikanlagen, vorwiegend mit hydrostatischem Antrieb; sie dürfen in Hydraulikanlagen mit hydrodynamischem Antrieb verwendet werden, soweit sie den Anforderungen dieser Antriebe entsprechen.

HL sind Hydrauliköle (Druckflüssigkeiten) aus Mineralölen mit Wirkstoffen zum Erhöhen des Korrosionsschutzes und der Alterungsbeständigkeit: DIN 51524 T1.

HLP sind Hydrauliköle (Druckflüssigkeiten) aus Mineralölen mit Wirkstoffen zum erhöhen des Korrosionsschutzes, der Alterungsbeständigkeit sowie zur Verminderung des Freßverschleißes im Mischreibungsgebiet: DIN 51 524 T2, VDMA 24318.

HVLP sind Hydrauliköle (Druckflüssigkeiten) aus Mineralölen mit Wirkstoffen zum erhöhen des Korrosionsschutzes, der Alterungsbeständigkeit, zur Verminderung des Freßverschleißes im Mischreibungsgebiet sowie zur Verbesserung des Viskositäts-Temperatur-Verhaltens: DIN 51 524 T3.

 

Hypoid-Getriebeöle

Hochdruckschmieröle mit EP-Zusätzen zur Schmierfähigkeitsverbesserung und zur Vermeidung der Freßneigung; in der Hauptsache eingesetzt bei Achsantrieben für Kraftfahrzeuge, bei denen spiralverzahnte und achsversetzte Kegelradantriebe (Hypoidgetriebe) vorkommen.



Inhibitoren

Alterungsschutzstoffe (Hemmstoffe), die bestimmte Reaktionen verzögern; werden vorzugsweise gegen Alterungs- und Korrosionsvorgänge in Kraft- und Schmierstoffen verwendet.





Kalkseifenschmierfette

(Calciumseifen-Schmierfette) wasserabweisende Schmierfette; als Staufferfett, Kurbelfett, Rollenfett, Hydraulikschmierfett, Achslagerfett bis ca. 80 °C anwendbar; Calciumseifen-Schmierfette auf Basis 12-Hydroxystearinsäure sind bis ca. 120°C einsetzbar

 

Katalysatoren

a) Stoffe, die nur durch ihre Anwesenheit eine chemische Reaktion (beschleunigend, verzögernd, richtungsweisend) an anderen Stoffen bewirken, ohne sich selbst zu verändern; in der Mineralölindustrie sind meist feste Katalysatoren im Gebrauch, z.B. Kobalt, Molybdän, Platin, Nickel, Barium u.a., die sehr oft auf einem Katalysatorträger aufgebracht sind.

b) Katalysatoren für PKW mit Otto-Motoren (die es als Ein; Zwei- und Dreiwege-Katalysatoren gibt) sind ein Teil der Auspuffanlage, die in Verbindung mit einer Lambda-Sonde und einem Steuergerät, je nach Betriebsbedingungen , die evtl. anfallenden umwelt- schädlichen Emissionen des Abgases (Kohlenwasserstoffe CH, Stickoxide NO. und Kohlenmonoxid CO) in unschädliche Emissionen (Wasserdampf H2O, Kohlendioxid CO2 und Stickstoff N) umwandeln sollen.



Mehrbereichs-Motorenöle und -Getriebeöle

sind Schmieröle, die durch ihr sehr gutes Viskositäts-Temperatur-Verhalten für den ganzjährigen Einsatz in Kraftfahrzeugen gedacht sind; sie überdecken mehrere SAE-Klassen, für Mehrbereichs-Motorenöle: 5W-30; 10W-30; 10W-40; 15W-40; 15W-50 usw., VI ca. 130 bis 170; für Mehrbereichs-Getriebeöle: 75W-90; 80W-90; 85W-140 usw., VI ca. 115 bis 135.

 

Mineralöle

bzw. Mineralöl-Produkte sind die aus dem mineralischen Rohstoff Erdöl gewonnenen flüssigen Destillations- und Raffinations-Produkte, die hauptsächlich aus Gemischen von gesättigten und evtl. geringen Mengen ungesättigten Kohlenwasserstoffen bestehen.

 

Motorenöle

dienen zur Schmierung der Lager, des Triebwerkes, der Zylinder und Steuerräder in Verbrennungskraftmaschinen, sie sind in verschiedene Viskositäten eingestuft (SAE-Klassifikationen); es gibt unlegierte und legierte Motorenöle, die je nach ihrem Legierungsgrad verschiedene Spezifikationen (z. B. MIL) und Klassifikationen (z. B. ACEA, API) erfüllen.



Öle

man unterscheidet nach dem chemischen Aufbau:

a) tierische und pflanzliche Öle, hierbei handelt es sich um Ester oder Fettsäuren.

b) mineralische Öle, die sich je nach ihrer Struktur aus Paraffinen (Alkanen), Naphthenen (Cycloalkanen) oder Aromaten zusammensetzen.

c) Syntheseöle, wie z. B. Silikonöle, Polyglykole, Ester-Verbindungen usw.

 

Oxidationsinhibitoren (Antioxidantien-AO)

Zinkdialkyl-Dithiophosphate; Verbindungen von Stickstoff, Phosphor und Schwefel (Amine, Phenole in Verbindung mit Zink, Zinn, Barium, Calcium usw.). Sie verhindern oder kontrollieren die Öloxidation und die Bildung von schlamm- und lackartigen sowie korrosiven Verbindungen. Begrenzen, verzögern damit den Viskositätsanstieg des Schmieröles.



Pourpoint

ist die niedrigste Temperatur, bei welcher das Öl eben noch fließt, wenn es unter festgelegten Bedingungen abgekühlt wird. Bestimmung des Pourpoints: DIN ISO 3016.

 

Pourpoint-Verbesserer - (Pourpoint Depressant)

Wirkstoffe, die beim Abkühlen von Mineralölen (vornehmlich bei paraffinischen) das Zusammenballen der sich bildenden Paraffinkristalle vorerst verhindern und damit das Fließvermögen in der Kälte verbessern.



Raffination

die Kohlenwasserstoffe enthalten nach Destillation und Vakuumdestillation noch Verbindungen mit Schwefel, Sauerstoff, Stickstoff sowie andere Verunreinigungen; diese werden bei nachfolgender Raffination durch chemisch-physikalische Verfahren unter Verwendung von Lösungsmitteln oder Säuren von den Kohlenwasserstoffen getrennt; es wird dadurch eine wesentliche Qualitätsverbesserung erreicht.

 

Reibung

bei der Bewegung von Werkstoffpaaren aufeinander unterscheidet man folgende Reibungszustände:

a) trockene Reibung -Grenzreibung (Anlaufreibung, Festkörperreibung, Oberflächenschichtreibung).

b) halbflüssige Reibung -Mischreibung (von Grenzreibung bis Flüssigkeitsreibung).

c) flüssige Reibung -Flüssigkeitsreibung (hydrodynamische Reibung).

 

Reibwertverbesserer (Friction Modifier FM)

Fettsäuren, Fettsäurederivate, organische Amine, Amin-Phosphate, milde EP-Additive usw.

Reibwertverbesserer (Reibwertverminderer) sollen die Reibungs-Verluste herabsetzen bzw. vermindern oder ein definiertes Reibverhalten der verschiedenen Schmierstoffe bewirken. Die unterschiedlichen Anwendungsgebiete im Mischreibungsgebiet sind die Vermeidung von Reibschwingungen (z. B. an Bettbahnen), die sogenannten stick-slip-Erscheinungen (Ruckgleiten), die squawk-Geräusche bei automatischen Getrieben, Synchronringen und Sperrdifferentialen; der Einsatz bei kraftstoffsparenden (fuel economy) Motorenölen und das kontrollierte Reibwertverhalten bei Hydraulik-Getriebeölen (TOU, STOU) mit nassen Bremsen und Kupplungen usw.



SAE-Klassen

Einteilung der Viskositätsklassen für KFZ-Schmierstoffe:

· Motoren-Schmieröle: SAE J 300 JUN 86, DIN 51 511:

(1 mPA s = 1 cP; 1 mm2/s = 1 cSt)

1) Cold Cranking Simulator: ASTM D 2602 oder DIN 51 377.

2) Mini Rotary Viskosimeter: ASTM D 3829 oder CEC L-32-T-82 (max. Temperatur für 30 000 mPas).

3) Der hier aufgeführte Stable Pourpoint legt dauerhaft reporduzierbare Meßergebnisse für eine bestimmte Prüfmethode (Temperatur-ZeitVerlauf) gemäß Appendix B fest.

4) ASTM D 445 oder DIN 51 550 in Verbindung mit DIN 51 561 bzw. 51 562 T 1.

5) CEC L-36-T-84.

6) 3,50 nur für 15W-40.

 

· Getriebeöle: SAE J 306, DIN 51 512:

(1 mPA s = 1 cP; 1 mm2/s = 1 cSt)

1) ASTM D 2983 (Brookfield Viskosimeter) bzw. DIN 51 398

2) ASTM D 445 (Kappillar Viskosimeter)

 

Scherstabilität

zur Verbesserung des Viskositäts-Temperatur-Verhaltens werden Schmierölen, Hydraulikölen usw. Viskositätsindex Verbesserer (öllösliche Polymere) zugegeben. Diese Polymermoleküle, die eine lineare-, gitter- oder netzartige Struktur aufweisen können, sind z. T. im Hochtemperaturbereich riesige Molekülgebilde (macro-Moleküle), die dann beim Einwirken von Scherkräften, wie sie in Getrieben oder Hydraulikanlagen vorkommen, ihre Molekülstruktur ändern bzw. auseinander brechen. Hierdurch tritt ein mehr oder weniger großer Viskositätsverlust auf. Prüfung der Scherstabilität: DIN 51382; CEC L-14-A-79; L-25-A-78.

 

Schlammbildung

Alterung von Mineralölen; durch den Einfluß von Luft und Wasser kann es bei Mineralölprodukten zur Bildung von Oxidationsstoffen und zu Polymerisation kommen; bei starkem Anfall werden diese Oxidations-Produkte nicht mehr im Öl dispergiert, fallen aus und bilden Schlamm; bei modernen Magerkonzept-Ottomotoren kann unter bestimmten Voraussetzungen ein schwarzer Schlamm (sogenannter Schwarzschlamm) entstehen. Einflußfaktoren können sein: Motortyp, Betriebsbedingungen, Stickoxidbildung, Kraftstoff, Motorenölkonzeption, Ölwechselintervalle, Ölmenge, Ölverbrauch usw.; für Motorenöle gibt es spezielle motorische Schlammteste.

 

Schmierfähigkeit

kennzeichnet die Tragfähigkeit des Schmierfilmes eines Schmierstoffes; stets muß sie auf konkrete Bedingungen bezogen werden, wie: Reibungsart, Reibungszustand, Werkstoffpaarung der reibenden Körper, Schmierung der Berührungsflächen, Flächenbelastung, Geschwindigkeit und Temperatur; z. B. ist bei flüssiger Reibung ausschließlich die Viskosität für die Tragfähigkeit maßgebend, bei Grenzreibung dagegen auch die Fähigkeit der Freßverhinderung mit Hilfe von EP-Wirkstoffen; es gibt aus diesen Gründen kein einheitliches Maß für die Schmierfähigkeit.

 

Schmierfette

sind konsistente Gemische aus Dickungsmitteln und Ölen; man unterscheidet:

a) Metallseifen-Schmierfette (Kalk-, AI-, Ba-, Li-, Na-, Pb- und Komplexseifen-Schmierfette usw.), die sich aus Fettsäuren und Laugen als Metallseifen (Dickungs- oder Quellmittel) und Schmierölen zusammensetzen;

Metallseifen, Schmieröle und Herstellungsprozeß bestimmen die Struktur, Konsistenz, Gebrauchseigenschaft, Einsatzart usw.

b) seifenfreie Schmierfette mit anorganischen Gelbildnern (Kieselgel, Silikagel, Bentonit usw.) oder organischen Dickungsmitteln (Polyethylen, Polypropylen, Polyharnstoffen usw.) und Schmierölen.

c) synthetische Schmierfette, die sich aus organischen oder anorganischen Dickungsmitteln und Syntheseölen (Ester-, Silikon-, Polyglykol-, Polyphenyletherölen usw.) zusammensetzen.

 

Schmierölverdünnung

tritt im Otto-Motor ein, wenn bei kaltem Motor der Kraftstoff am Zylinder kondensiert und dann durch das Pumpen der Kolbenringe ins Schmier öl gelangt; gleiche Erscheinung kann bei Kraftstoffen mit hohem Siedeende auftreten; Schmierölverdünnung im Motorenöl durch Ottokraftstoff setzt die Viskosität herab und gefährdet somit die Schmierung, Prüfung nach: DIN 51565.

 

Schmierstoffe

haben die Aufgabe, bei gleitendem oder rollendem Kontakt zweier sich auf einander bewegender Punkte, Linien oder Flächen Reibung und Verschleiß zu vermindern; man unterscheidet flüssige, plastisch-feste, feste und gasförmige Schmierstoffe (Schmiermittel).

 

Sperrdifferentiale

(limited slip axle) spezielle Hinterachsgetriebe für Kraftfahrzeuge, die mit verschiedenen Vorrichtungen zur Ausgleichsbegrenzung ausgerüstet sind; vielfach werden Getriebeöle mit reibwertändernden Additiven vorgeschrieben, z. B. gemäß Ford-Spezifikation M 2 C 104 A.

 

Spezifikationen

militärische und Firmen-Vorschriften für Schmier- und Kraftstoffe, in denen physikalische und chemische Eigenschaften sowie Prüfmethoden festgelegt sind.

 

Synthetische Schmierstoffe

sind für besondere technische Anwendungsgebiete und spezielle Anforderungen entwickelt worden. Sie werden bisher meist (mit einigen Ausnahmen) nur für Sonderzwecke verwendet, wie z. B. bei Anforderungen wie Feuerresistenz, Hochtemperaturstabilität, Tieftemperaturverhalten, Resistenz gegen radioaktive Strahlung, Verdampfungsverlust, Oxidationsbeständigkeit Lebensdauerfüllungen), Hochdruckstabilität, Viskositäts-Temperatur-Verhalten usw. Die Additiv-Ansprechbarkeit der verschiedenen Synthese-Schmierstoffe ist sehr unterschiedlich und führte zur Entwicklung neuer Additiv-Kombinationen, die teilweise nur für bestimmte synthetische Schmierstoffe verwendet werden können. Verwendung finden folgende Synthese-Schmieröle: Polyalkylenglykole, sythetische Kohlenwasserstoffe (z.B. Polyalphaolefine, Dialkylbenzole), Dicarbonsäure- und Polyol-Ester, Phosphorsäure-Ester, Silikone, Polyphenylether, Fluorkohlenwasserstoffe usw.



Verschleißschutz-Additive

Wirkstoffe, die im Mischreibungsgebiet den Verschleiß herabsetzen sollen. Man unterscheidet :

a) mildwirkende Zusätze wie Fellsäuren, Fellöle (hochpolare, grenzflächenaktive Stoffe), Metall-Dithiophosphale usw.

b) Hochdruckzusätze als Blei-, Schwefel-, Chlor-, Phosphor-Verbindungen usw.

c) Festschmierstoffe wie Graphit; Molybdändisulfit usw.

 

Viskosität

(Zähigkeit) ist die Eigenschaft einer Flüssigkeit, der gegenseitigen laminaren Verschiebung (Verformung) zweier benachbarter Schichten einen Widerstand (innere Reibung, Schubspannung) entgegenzusetzen.



Wirkstoffe

(Zusätze, Additive) öllösliche Stoffe, die Mineralölen, Mineralölprodukten und Syntheseölen zugegeben werden. Sie verändern oder verbessern durch chemische und/oder physikalische Wirkung die Eigenschaften der Schmierstoffe, Kraftstoffe, Heizöle usw., wie Oxidationsstabilität, EP-Wirkung, Schaumbildung, Oiliness, Viskositäts-Temperatur-Verhalten, Stockpunkt, Fließfähigkeit, Vergaservereisung, Ansaugsystem-Verschmutzung, Filtrierbarkeit, Zündwilligkeit, Klopffestigkeit usw.

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